Irrtümer zur Abmahnung

Das ist nur der Grundsatz

 

Zwar ist eine erfolglose Abmahnung grundsätzlich Voraussetzung für eine verhaltensbedingte Kündigung, hiervon gibt es aber mehrere Ausnahmen.

 

Ausnahmsweise ist eine Abmahnung überflüssig

 

Entbehrlich ist eine Abmahnung vor allem dann, wenn ein Fehlverhalten so schwer wiegt, dass der Mitarbeiter unter keinen Umständen damit rechnen konnte, dass sein Arbeitgeber es hinnehmen würde.

 

In Kleinbetrieben und während der Probezeit ist ohnehin alles anders

 

Außerdem kann ein Arbeitgeber in Kleinbetrieben mit nicht mehr als 10 Beschäftigten und während der Probezeit bzw. in den ersten sechs Monaten auch ohne Grund und deshalb auch ohne vorherige Abmahnung kündigen.

Die Arbeitsgerichte entscheiden im Einzelfall.

So einfach ist es nicht

 

Das ist falsch, denn eine verhaltensbedingte Kündigung setzt bei einem mehr als leichten Fehlverhalten regelmäßig nur eine einschlägige Abmahnung voraus. Eine Kündigung kann also schon ausgesprochen werden, wenn ein Arbeitgeber ein gleichartiges Fehlverhalten schon in der Vergangenheit abgemahnt hat.

 

Entscheidend ist, wie schlimm der Fehler war

 

Es hängt immer von der Schwere eines Fehlverhaltens ab, ob der Arbeitgeber deshalb sofort und ohne Abmahnung oder erst im Wiederholungsfall nach einer oder gar erst nach zwei oder noch mehr einschlägigen Abmahnungen verhaltensbedingt kündigen darf. Eine feste Regel gibt es hier nicht.

Gefährlich ist nur ein gleichartiges Fehlverhalten.

So schlimm ist es nicht

 

Auch dies ist so nicht richtig, denn eine verhaltensbedingte Kündigung darf in der Regel erst nach einer einschlägigen Abmahnung ausgesprochen werden. Deshalb kommt es darauf an, ob der Arbeitnehmer das abgemahnte Fehlverhalten wiederholt, nur dann kann ihm gekündigt werden und auch nur, wenn es sich nicht um eine leichte Pflichtverletzung handelt.

 

Sie dürfen nur den gleichen Fehler nicht wieder machen

 

Ihnen kann also eigentlich nicht viel passieren, wenn Sie Ihr Verhalten nach einer Abmahnung ändern. Machen Sie dagegen etwas ganz anderes falsch, darf Ihr Arbeitgeber auch dieses (neue) Fehlverhalten in der Regel nur abmahnen und kann Ihnen nicht sofort kündigen.

Feste Regeln gibt es nicht.

Starre Regeln gibt es nicht

 

Abmahnungen sind gesetzlich nicht geregelt. Über den Zeitraum, für den eine Abmahnung wirksam bleibt, entscheiden daher letztlich die Arbeitsgerichte im Einzelfall. Die Dauer der Wirksamkeit einer Abmahnung hängt von der Schwere des Fehlverhaltens des Arbeitnehmers ab.

 

Entscheidend ist, wie schlimm der Fehler war

 

Bei einfachen oder leichten Pflichtverletzungen, etwa wenn ein Arbeitnehmer wiederholt einige Minuten zu spät gekommen ist, wird man von einer Wirksamkeit der Abmahnung von bis zu zwei Jahren ausgehen können. Bei schweren Pflichtverletzungen, wie beispielsweise Verstöße gegen ein betriebliches Alkoholverbot oder kleinere Vermögensdelikte, bei denen der Arbeitgeber nicht gleich gekündigt hat, wirkt die Abmahnung viel länger. Hier können es auch einmal fünf Jahre sein.

Das ist falsch, denn mit einer sorgfältig begründeten Gegendarstellung für Ihre Personalakte erreichen Sie oft mehr als mit einer Klage.

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