Form eines Arbeitsvertrags

Ein Arbeitsvertrag muss nicht schriftlich geschlossen werden.

Ein Arbeitsvertrag kommt schon zustande, wenn Sie sich mit Ihrem künftigen Arbeitgeber über dessen Eckpunkte, d. h. über Ihre Tätigkeit und die Arbeitszeit einigen. Oft glauben Arbeitnehmer, Sie hätten keinen Arbeitsvertrag, nur weil kein schriftlicher Vertrag existiert. Das ist ein verbreiteter Irrtum. Ein Arbeitsvertrag kann auch mündlich oder stillschweigend, etwa durch die besprochene Aufnahme der Tätigkeit geschlossen werden. Dabei muss nicht einmal eine bestimmte Vergütung vereinbart werden. Dann schuldet der Arbeitgeber die übliche Vergütung.

 

Der Arbeitsvertrag ist gewissermaßen der Dreh- und Angelpunkt für die wechselseitigen Rechte und Pflichten der beiden Vertragspartner. Daher sollte er immer schriftlich geschlossen werden. Das dient auch Ihrer eigenen Sicherheit, falls es einmal zum Streit kommen sollte.

Es gibt Ausnahmen.

Gesetzlich vorgeschrieben ist die Schriftform lediglich in wenigen Fällen, so bei Ausbildungsverträgen oder bei befristeten Arbeitsverträgen.

Wird ein befristeter Arbeitsvertrag nur mündlich geschlossen, ist der Vertrag gültig, aber die Befristung greift nicht. Es besteht also ein unbefristeter Vertrag.

Im Gegensatz dazu ist ein Ausbildungsvertrag auch dann mit dem mündlich besprochenen Inhalt wirksam, wenn kein Vertrag unterzeichnet wird. Hier dient die vom Gesetz verlangte (Schrift)Form dem Schutz des Auszubildenden. Einen Verstoß gegen die vom Gesetz verlangte Schriftform wird deshalb mit einer vom Ausbildungsbetrieb zu zahlenden Geldbuße sanktioniert, während der Ausbildungsvertrag wirksam ist.

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